Blog.neu

Wer ich bin und wie ich „alles“ begann:

Ich heiße Annabel Müller, bin 38 Jahre alt, staatlich geprüfte Physiotherapeutin, Rückenschullehrerin KddR und ambitionierte Hobbyläuferin. Meine Bekannten und einige meiner Kunden meinen allerdings, wer 200km am Stück absolviert, darf sich auch Laufexperte nennen. In der Tat, ist Laufen für mich inzwischen mehr als nur ein Hobby. Als ich vor ca. 10 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, wusste ich nicht so recht wohin mit der überschüssigen Energie und da ich als Regionalleiterin beruflich viel unterwegs war, bot sich das Laufen geradezu an. Da meine ersten Versuche schnell zu Resignation führten, besorgte ich mir schon damals das erste Laufbuch. „Laufen Sie mit“ von Dieter Baumann. Aha, ich hatte den typischen Anfängerfehler gemacht: Ich war einfach zu schnell unterwegs um lange durchzuhalten. Dann lief es, bzw. ich: erst 10 km dann Halbmarathon und dann der erste Marathon. Danach auch gleich die erste Krise: Ich hatte Knieschmerzen. Die Aussage des Arztes, doch einfach nicht mehr zu laufen und besser Rad zu fahren, erfreute mich weniger. Zum Glück ging ich zu einem guten Physiotherapeuten. Mit seiner Hilfe besserte sich nicht nur das Knie, ich entdeckte auch meine neue Berufung und machte gleich selbst eine Ausbildung zur staatlich geprüften Physiotherapeutin. Ich entdeckte, dass man das Laufen nicht alleine durch Laufen verbessern kann und dass es spezielle Techniken gibt, leichter und effizienter zu laufen. Während meiner Ausbildung arbeitete ich bei engelhorn sports in der Running Abteilung und wurde zum Experten für den passenden Laufschuh. Meine eigenen Läufe wurde von da ab immer länger. An schneller hatte ich nur mäßig Spaß und ich entdeckte die Berge für mich wieder, von denen ich seit meinem Umzug von München so weit entfernt war. Beim ersten Ultra mit 69 km um die Zugspitze musste ich allerdings schmerzhaft lernen, dass 1000m Downhill für einen Läufer aus der Pfalz, eine andere Hausnummer darstellen, zumal ich als 6. Frau von allen Seiten bejubelt wurde, was mich nur noch schneller laufen ließ. Unten am Berg waren die Beine dann doppelt so dick und die Muskeln steinhart. Ich habe mich noch gute 44 km oder besser gesagt 220 mal 200 meter durch gekämpft, wobei viele Mitstreiterinnen an mir vorbei sind. Von da an wusste ich: Einen Ultra gewinnt man nicht auf den ersten 25 km. Aber mein Ehrgeiz war geweckt und ich wollte es besser machen. So kamen nach 74 km im Pfälzerwald die 86 km und dann  zweimal erfolgreich die 100 km um die Zugspitze. Danach dann mein allererstes DNF (did not finish) beim Swiss Iron Trail 2014. Nach 141 km gab ich schmerzbedingt und mangels Motivation bei Sonderwertung in Savognin auf.

2015 war dann der 4-Trails als erster Etappenlauf geplant. Aber ein Muskelfaserriss im Hüftbeuger (vermutlich durchs Inlineskaten mit schweren Gepäck und bei kalten Muskel) machte mir einen Strich durch die Rechnung. Aber wie so oft konnte nicht „aufgeben“ ohne ein neues Ziel vor Augen. So kam ich dazu das 200 km-Experiment ein 2. mal anzugehen. Mit einer Ausbildung und 2 Nebenjobs, der Selbstständigkeit im Anschluss hatte ich immer schon wenig Zeit zu trainieren. Diesmal aber konnte ich bis 3 Wochen vorher nur wandern und nicht rennen. An Trainingskilometer also nicht zu denken. Aber genau das machte es interessant. Kann man bzw. Frau einen solchen Lauf schaffen, allein mit einer guten  Grundfitness, der entsprechenden Lauftechnik und ist der Rest nicht vor allem Kopfsache? Ja, das geht: seit 2016 gehöre ich nun zu den 24 Frauen die international bei diesem Rennen seit seiner Entsteheung vor 3 Jahren die Königsdistanz von 200km und 11.400hm erfolgreich innerhalb des Zeitlimits absolviert haben. Natürlich gab es dabei ein paar Tricks und sowohl die Techniken aus dem Chi-Running, wie dem Pose-Running, mein Wissen aus der Trainigslehre über Stoffwechselfunktionen und Trainingsgestaltung sowie ergänzende und alternative Trainingsmethoden haben mir geholfen diese Mammutdistanz unter nicht immer einfachen Bedingungen zu bewältigen. 

Ich freue mich nun meine gesammelten Erfahrungen weiter zu geben und Sie ganz individuell beim Erreichen Ihrer persönlichen Laufziele zu unterstützen. Denn ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch (Antoine de Saint Exupéry). Und die Erfüllung der Wünsche beginnt immer mit dem ersten Schritt. Lassen Sie sich auf diesem Weg professionell begleiten und Sie werden sehen: Die Grenze ist erst dort, wo die menschliche Vorstellungskraft endet (Norman Bücher).

In diesem Sinne, let your dreams run free!

 

Annabel Müller